Unser Horst Marschall wird EM-Dritter mit der Natio Ü50 🏆🇩🇪
- vor 8 Stunden
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Athen ist die Stadt, in der Altertum und Wettkampf zusammenkommen. Damit war sie der ideale Schauplatz für die Basketball-Europameisterschaft Ü50. Und Horst Marschall von der TSG Oberursel war mittendrin.
Die FIMBA European Maxibasketball Championship ist dabei alles andere als ein nostalgisches Treffen ehemaliger Korbjäger. In Athen ging es um echten Wettkampf, viele Altersklassen, internationale Gemeinschaft und Basketball mit erstaunlich viel Energie. Insgesamt gingen 275 Teams an den Start – ein Rekordfeld, das eindrucksvoll zeigte, wie groß Basketball auch in fortgeschrittenem Alter (bis Ü80) noch ist. Gespielt wurde in sehr gut ausgestatteten Hallen, die eher nach Profiliga als nach Seniorenrunde klangen: Parkett, gute Korbanlagen, Klimaanlage.
Das deutsche Team hatte sich das Ziel gesetzt, besser als bei der WM im vergangenen Jahr abzuschneiden, die es auf dem fünften Platz beendet hatte. „Wir haben gute Verstärkung bekommen – unter anderem einen ehemaligen Nationalspieler. Natürlich willst Du dann vorne mitspielen“, gab Marschall die Richtung vor.
Seine Vorrundenspiele konnte die Natio Ü50 alle gewinnen. Und auch menschlich stimmte es im Team. Trotz personeller Veränderungen und schmerzhafter Ausfälle entwickelte sich das Team im Laufe der Woche immer enger zusammen. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur auf dem Spielfeld funktionieren, sondern auch abseits des Parketts“, sagte Marschall.

Besonders bemerkenswert: Niklas Lütcke konnte kurzfristig wegen eines Kreislaufkollapses und eines eingesetzten Herzschrittmachers nicht teilnehmen. Daraufhin motivierte sich das Team vor jedem Spiel mit dem Schlachtruf „1-2-3-Niklas“. In dieser Mannschaft zählten nicht nur Punkte, sondern auch der Zusammenhalt.
Bis zum Halbfinale ging kein Spiel verloren. Dort wartete allerdings dann das traditionell stark besetzte Team aus Italien. Im italienischen Ü50-Team stand mit Roberto Chiacig ein 2,10 Meter großer ehemaliger Nationalspieler und Olympiasilber-Gewinner, der in seiner Karriere auf höchstem europäischem Niveau gespielt hat. „Das ist natürlich ein Killer-Center“, stellte Marschall anerkennend fest. „Aber auch die anderen Spieler sind richtig stark. Der italienische Basketballverband organisiert sogar Trainingscamps. Die waren daher richtig gut eingespielt.“
Die Deutschen haben gekämpft und geackert, aber am Ende mit 46:55 verloren. Im Spiel um Platz gegen Gastgeber Griechenland waren sie allerdings von Beginn an überlegen und haben sich die Bronzemedaille mit einem 68:51 mehr als redlich verdient und haben das zuvor gesteckte Ziel übertroffen.
Auch abseits des Spielfelds war Athen für die deutschen Spieler ein Erlebnis. Das Team war in Glyfada in Strandnähe untergebracht, gemeinsam mit anderen Nationalmannschaften. Das überaus freundliche Personal hat sie angefeuert und mit griechischer Küche bestens versorgt. „Athen war richtig fett“ – so das knappe, aber alles sagende Fazit von Horst Marschall.
Damit haben Marschall und das Nationalteam in Athen, das seit der Antike ein Ort der Wettkämpfe, des Ruhms und großer Geschichten, ist, 2026 ihre eigene kleine Heldengeschichte geschrieben.






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